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Taiwan - Chinas "abtrünnige" Provinz
Taiwan - ein äußerst attraktives und sicheres Reiseland
Tarokoschlucht - ein Wunder der Natur
Taiwan (Republik China) hat eine Fläche von 35.900 km². An der längsten Stelle ist die Insel 377 km lang, die maximale Breite beträgt 142 km. Die Insel wird von China durch die Straße von Taiwan getrennt und von den Philippinen durch die Straße von Luzon. "Natinal-China" oder "Formosa", wie der Staat im Westen bisweilen genannt wurde, liegt im Pazifik. Die Volksrepublik China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an. Jedoch gelangte die Insel seit dem Bestehen der Volksrepublik 1949 nie unter deren Herrschaftseinfluss.
Den Westen der Insel bildet eine flache, von aus dem Gebirge kommenden Flüssen durchzogene fruchtbare, heute stark besiedelte Ebene. In Richtung Osten steigt diese bis zur zentralen Gebirgskette auf, die über 200 Gipfel mit mehr als 3000 m Höhe aufweist. Die im Vergleich zu den Alpen meist schmalen Täler sind von steilansteigenden Hängen flankiert und teils bis auf über 2000 m Höhe durch Terrassierung für Teeanbau und Viehhaltung landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Höchste Erhebung ist der Yu Shan mit 3997 m. Der Sonne-Mond-See auf 762 m ist das größte Binnengewässer und wird als Speicherkraftwerk genutzt.
Die Klimagrenze zwischen Tropen und Subtropen durchläuft die Insel ziemlich genau am Yu Shan. Im Norden Taiwans herrscht ein subtropisches Klima, im Zentrum und im Süden tropisches Klima. Im Winter weht ein kräftiger Monsun aus Nordosten, im Sommer ein starker Monsun aus Südwest, der starke Regenfälle mit sich bringt. Von Mai bis Oktober wird die Insel auch häufig von Taifunen heimgesucht. Im Februar kommt es vereinzelt zu Schneefällen in Höhenlagen über 3000 m .
Taiwan weist in seinen Siedlungsgebieten eine hohe Einwohnerdichte auf. Die städtische Bevölkerung konzentriert sich in der westlichen Ebene des Landes., in der Hauptstadt Taipei und um Taichung und Tainan entlang der Westküste bis zur südlichen Hafenstadt und zweitgrößten Metropole Kaoshiung. Der Großteil der Bevölkerung Taiwans ist chinesischer Abstammung, die in mehreren Migrationswellen vom Festland einwanderte und die einheimische Bevölkerung in das unzugängliche Bergland zurückdrängte. Ein Netz modernster Autobahnen verbindet die Ballungszentren untereinander. Eine Ringstrecke der Bahn verläuft rund um die Insel, da eine Durchquerung der hohen Berge zu kostenintensiv wäre und die Ostküste wegen des Ostküstengebirges wenig bevölkert ist. Flughäfen verbinden die wichtigsten Ziele.
Taiwans Wirtschaftssystem hängt stark von seinen Exporten ab. Das Land zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Taiwan ist der größte Produzent von Halbleiter-Anwendungen wie PC-Hauptplatinen, Notebooks und WLAN-Komponenten, die unter verschiedensten Marken weltweit abgesetzt werden.
Taipeh (Taipei), eine Millionenstadt am Fluss Danshui im nördlichen Teil von Taiwan, ist Hauptstadt der nur von wenigen anderen Staaten anerkannten Republik China. Taipeh hat ein leichtes Schienenbahnsystem sowie eine normale Metro. Es gibt ein ausgedehntes und sehr dichtes Bussystem durch die Stadt. Taxis sind im Überfluss vorhanden und relativ günstig. Die Fahrer sind für ihren schnellen und aggressiven Fahrstil bekannt. Der Straßenverkehr erscheint auf den ersten Blick ziemlich chaotisch, allerdings existert eine ausgeprägte Rücksichtnahme zwischen den Verkehrsteilnehmern. Beim Überqueren einer Straße sollte der Fußgänger immer sehr vorsichtig sein und niemals versuchen, auf Vorrechten zu bestehen. Eine weitere populäre Art der Fortbewegung sind die allgegenwärtigen Motorroller (Scooter).
Taiwan ist für Reisende ein attraktives und sicheres Reiseland. Reisen in Taiwan ist nicht nur in kultureller und landschaftlicher Hinsicht faszinierend, sondern auch eine lohnende menschliche Erfahrung. Überall trifft der Besucher aufherzliche Menschen , die bereit sind, ihre eigene Zeit zu opfern, um dem Reisenden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Taipei ist ein Paradebeispiel für Umweltsünden, ein Vorbild für die industrielle Entwicklung in einem Land ohne natürliche Ressourcen, Hort der konfuzianisch-kaiserlichen Traditionen. In den Hauptstraßen herrscht ein gnadenloses Verkehrschaos. Doch in den schmalen Seitenstraßen wandelt sich das Bild. der Besucher entdeckt kleine Tempel und farbenfrohe Märkte. Imbissstände servieren Nudelsuppen oder Teigtaschen. Zwischen Tempel und Markt sitzen alte Männer, plaudern oder spielen Mah-Jongg. Zu diesen inoffiziellen Sehenswürdigkeiten kommen natürlich die offiziellen Sehenswürdigkeiten, mit dem weltbekannten Palastmuseum, das die kostbarsten Exponate der kaiserlichen Kunstsammlung, "Schätze der Himmelssöhne", zeigt, an erster Stelle. Das Nationale Palastmuseum liegt außerhalb Taipeis im Norden und beherbergt die wertvollste und reichhaltigste chinesische Kunstsammlung der Welt. Von den rund 600.000 aufbewahrten Gegenständen können zur gleichen Zeit nur 6.000 in dem 1965 fertiggestellten Gebäude ausgestellt werden. Der größte Teil der bis 1949 von den Republikanern aus dem Pekinger Palastmuseum hierher gebrachten Stücke ruht, gegen Erdbeben geschützt., in klimatisierten Räumen, die in den hinter dem Museum aufsteigenden Berg hineingetrieben wurden.
In Osttaiwan bietet die Natur die Hauptattraktion, an erster Stelle die großartige Taroko-Schlucht. Die wunderschöne, tiefeingeschnittene Taroko-Schlucht entstand durch einen Fluss, der sich durch die Marmor- und Granitberge hindurch gearbeitet hat. Eine Straße, die in das mächtige Gestein gehauen wurde, schlängelt sich durch mehrere hundert Meter hohe, steil aufragende, bewaldete Berge, während viele Meter weiter unten der Fluss an riesigen Marmorfelsen vorbeitost. Hier und da klammern sich Pavillons, Pagoden oder Tempel an die in Nebel gehüllten Berghänge, an anderen Stellen schießen Wasserfälle aus Gesteinsspalten heraus und stürzen steile Felswände hinab. Atemberaubende Wasserfälle, Tunnels, Hängebrücken und sagenhafte Ausblicke machen die Taroko-Schlucht zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Entlang der Küste führt in oft gewagten Konstruktionen der East Coast Highway. Besonders der 1991 erweiterte und seitdem abgesicherte Suhua-Highway bietet überaus reizvolle Ausblicke auf eine bizarre und bei Sturm sehr gewegte Küstenlandschaft sowie auf steile, von Urwald bedeckte Berge. Durch den Bau der neuen Bahnlinie von Taipei über Hualien nach Kaohsiung kann man ebenfalls seit 1991 ganz Taiwan auch auf der Schiene umrunden, wobei die durch Berge und Schluchten führende Strecke zwischen Suao und Hualien zu einer der eindrucksvollsten Eisenbahnlinien der Welt gehören.
Die Bilderbuchlandschaft im zentralen Berland mit schneebedeckten Gipfeln, klaren Bergseen, dampfenden Heilquellen, grünen Tälern und die farbenfrohe Kultur der Urvölker sowie mit ihren im Sommer angenehmen Temperaturen ist eine ideale Erholungstätte, die gerne von den Taiwanesen genutzt wird. Aber auch Bergwanderer finden den Weg zum zentralen Bergland Taiwans.
Der Sonne-Mond-See befindet sich in dem Kreis Nantou, in der Mitte der Insel Taiwan. Der See gehört zu den acht berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Taiwan und hat eine Fläche von neun Quadratkilometern. Der See ist über 30 Meter tief. Für die Namensgebung gibt es verschiedene schöne Volkssagen.
Werim Herbst einmal den Sonne-Mond-See besucht, kann auch den sogenannten Ball-Tanz erleben. Die Leute ziehen ihre schönste Kleidung an, hantieren mit einer Bambusstange und werfen einen bunten Ball in die Höhe. Der Ball muss auf die Spitze der Bambusstange fallen und darf nicht von der Spitze der Bambusstange herabfallen.
Nur wenige Regionen der Erde sind so dicht besiedelt, so hoch industrialisiert und gleichzeitig auch so intensiv landwirtschaftlich genutzt wie das westliche Tief- und Hügelland Taiwans. Hier findet der Besucher die lebendigsten und prunkvollsten Stätten der inseltypischen Religiösität.
Im südlichen Taiwan treffen Geschichte und Gegenwart, Natur und Kulturbesonders heftig aufeinander. Unmittelbar am Rande des Nationalparks von Kenting am südlichen Ende der Insel steht ein ein Atomkraftwerk. Sein Kühlwasser mündet wenige Meter von einer einzigartigen Korallenbank entfernt in den Ozean. Ananas- und Reisfelder erstrecken sich bis an modernste Industrieanlagen. Ganz im Süden, wo das tropische Taiwan zu den Philippinen weist, liegt einer der bedeutendsten Naturschätze Taiwans, der Kenting-Nationalpark mit weiten Badestränden, Vogelparadiesen und tropischem Regenwald. Der Kenting-Nationalpark befindet sich an der südlichsten Spitze Taiwans, am einzigen tropischen Küstenstrich der Insel.
In der Tat ist Taiwan wegen seiner landschaftlichen Schönheit, des subtropischen Klimas und des reichen Kulturerbes ein . Um mehr ausländische Touristen nach Taiwan zu locken, hat das Außenministerium die Visabestimmungen liberalisiert. Taiwan hat immer schon das Potenzial besessen, Reisenden atemberaubende Aussichten und reiche kulturelle Attraktionen zu bieten. Taiwan ist eine Insel mit azurblauen Küstenlinien, wolkenverhangenen Berggipfeln, majestätischen Schluchten, donnernden Wasserfällen und vielfältigen Ökosystemen. Reisfelder, Zypressenwälder, Bambus- und Bananenhaine bedecken das Land. Anfang 2001 wurde der Tourismus zu einer bedeutenden strategischen Branche erklärt und die Weichen für die Vollendung einer Revision des Statuts für Tourismusentwicklung gestellt. Das Touirismusamt empfiehlt Maßnahmen , damit ausländische Touristen auch problemlos zu den Sehenswürdigkeiten und kulturellen Attraktionen gelangen können. Darunter sind auch Pläne für bessere Unterbringung, Verkehr und sogar Souvenirs, welche Taiwans Einzigartigkeit widerspiegeln. Die Anzahl der internationaler Flüge nach Taiwan hat zu einer wesentlichen Steigerung ausländischer Touristen in den letzten Jahren beigetragen.
Beliebtest Reiseziel für ausländische Touristen ist das Window on Chinain Nordtaiwan, der zweitgrößte Miniaturpark der Welt, und zeigt verkleinerte Nachbildungen festlandchinesischer Stätten wie der Großen Mauer, die Verbotene Stadt in Peking, den Sonne-Mond-See in Zentraltaiwan, bedeutende Höhlen , die Erforschung Amerikas, die alten ägyptischen Zivisisationen ...
Ein großes touristisches Potential geht auch von den kleineren Inselgruppen um Taiwan aus.
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